Bewegungsorientierte Angebote in der Gewaltprävention

  • Ausrichtung des Angebotes an jugendlichen Bedürfnissen
  • Geringe sportmotorische Anforderungen
  • Eingehen auf jugendkulturelle Bewegungen
  • Vermeiden von Blamagesituationen Geschlechtsspezifische Angebote (körper- und bewegungsbezogene Mädchen- und Jungenarbeit)

Wichtig bei alle dem ist, dass sich jede Maßnahme an den wirklichen Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert, deren ständigen Wandel mit einbezieht und offen ist für andere Aktivitäten gleicher Art.

Der Verein „Aktion Sport statt Gewalt“ ist ein eingetragener Verein, der laut Satzung ausschließlich gemeinnu?tzigen Zwecken dient.

Die Geschäfte führt der Vorstand, beschlussfassendes Gremium ist die Mitgliederversammlung.

In einem Kuratorium setzen sich Künstler, Sportler und Politiker für die Aktion ein und betreiben positive Werbung.

Kooperationspartner der „Aktion Sport statt Gewalt e.V.“ sind Vereine, Schulen und Jugendzentren.

Diese Unterstützung kann geschehen mit Hilfe von Sport- und Benefizveranstaltungen, welche die finanziellen Ressourcen des Vereins verbessern sollen.

„Aktion Sport statt Gewalt e.V.“ will zunächst bei den Jugendlichen das vorhandene Aggressionspotential sichtbar machen und in positive Energie (Sport / Bewegung) umwandeln.

Weiter sollen diese Jugendliche in einen Partnersportverein / Schulkurse integriert werden und sie befähige

  • Regeln und Werte anzuerkennen
  • mit ihren vorhandenen Aggressionen umzugehen lernen

Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche, den

  • aufgrund veränderter familiärer Bindungen
  • einer vielfach fehlenden Werteorientierung
  • mangelnder Ausbildung

ihre Zukunft ohne Perspektive erscheint.

Jedem Projekt in seiner Gesamtheit liegt ein dreistufiges Modell zugrunde, wobei die Stufen 1 und 2 zeitlich eng beieinander liegen und aufeinander aufbauen. Die 3. Stufe kann erst nach erfolgreicher Durchführung der vorangehenden Stufen angegangen werden.

Stufe 1

  • „Aktion Sport statt Gewalt e.V.“ bekannt machen
  • Finanzierung des Projekts mit Hilfe von Benefizveranstaltungen sichern
  • Prominente Botschafter wie Spitzensportler, Künstler und Bands der Rock- und Popszene gewinnen
  • Durch ihr offensives Engagement tragen diese mit einemmarkanten Signet zum präventiven Charakter der Aktion bei.

Stufe 2

  • Eigens qualifizierte Personen in zertifizierten Vereinen, an Schulen und Jugendzentren führen Sportprojekte mit Jugendlichen durch.
  • Pädagogen und Sozialarbeiter sind in der Lage, die vielfältigen Möglichkeiten des Sports mit seiner integrierenden Wirkung für eine konstruktive Erziehung einzusetzen.
  • Durch geeignete Hinweise vor Ort wird das bestehende Angebot der Sportvereine bekannt gemacht.

Stufe 3

  • „Aktion Sport statt Gewalt e.V.“ soll als Zielperspektive solche Jugendliche erreichen, bei denen die gängigen Instrumente der Jugend- und der Jugendgerichtshilfe versagen.
  • Hierzu wird gemeinsam mit den dafür zuständigen Stellen und ggf. der Politik ein wirksames Konzept erarbeitet.

Der zertifizierte Partnerverein ist Anlaufstelle für diese Jugendlichen und richtet entsprechende Kurse für sie ein.Unsere Übungsleiter werden für die speziellen Anforderungen im Umgang mit gewaltorientierten Jugendlichen qualifiziert.

Die Zusammenarbeit zwischen den Partnersportvereinen und den Trägern der Jugend- und Sozialarbeit wird intensiviert indem Vereine und ggf. Kommunen ihre Sportanlagen auch für die Jugendlichen zur Verfügung stellen, die sich nicht vereinsmäßig binden wollen.

Maßnahmen im Bereich Schule

Schulen bieten verstärkt alternative und erlebnisorientierte Sportarten im Unterricht an und reagieren auf die Konjunktur aktueller Sportpräferenzen.

Fachübergreifend kann sowohl im Politik-, als auch im Deutschunterricht das Thema behandelt werden (siehe „Curriculum“ Cuno I BK Hagen). Auch sollen die Schulen in Bezug auf sportliche Aktivitäten enger mit den Sportvereinen und Jugendzentren zusammenarbeiten.

Zwischen den Schulen und den Trägern der Jugend- und Sozialarbeit sollen Kontakte und Zusammenarbeit verstärkt werden. Schulen und Kommunen stellen Pausenhöfe außerhalb der Unterrichtszeit im unmittelbaren Lebensbereich der Kinder und Jugendlichen zur Verfügung.

Maßnahmen im Bereich der Jugend- und Sozialarbeit

Die Bedeutung von Sport und Bewegung für eine positive Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung und damit auch zur Gewaltprophylaxe ist unbestritten. Tatsache ist, dass der Sport, den wir im Jugendschutz und in der Sozialarbeit propagieren, nicht unbedingt der Sport ist, den wir in den Sportvereinen vorfinden. Er ist aber der Sport, der sich in den Jugendkulturen ausformt.

Es sollen sich alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen zusammenschließen, um mehr Bewegungsräume und Bewegungsangebote für junge Menschen zu schaffen.

Viele namhafte Sportlerinnen und Sportler aber auch Vereine des Spitzensports haben ihre aktive Teilnahme an der Aktion zugesagt.

Ebenso liegen Zusagen von prominenten Vertreterinnen und Vertretern der Rock- und Popszene vor. Die Sportjugend im LandesSportBund NRW unterstützt die „Aktion Sport statt Gewalt e.V.“ ideell und mit Zuschüssen, da diese sich über Hagen und den Ennepe-Ruhr-Kreis ausweitet.